Meine Rucksack Packliste zum Wandern

Genauer gesagt: Survival Packliste zum wandern ;-) Da es sich dabei ja gefühlt um einen kleinen Mikrokosmos handelt und jeder auf Dinge schwört die man/Mann unbedingt benötigt, möchte ich an dieser Stelle das Inventar von meinem Rucksack vorstellen. Bewährt seit Jahren, nur hin- und wieder minimal ergänzt und tauglich für Touren um 30 Kilometer.

Direkt zu einzelnen Abschnitten springen:

  1. Verpflegung
  2. Survival
  3. Sicherheit
  4. Tools
  5. Medikamente
  6. Amazon Links

Wanderrucksack – was sollte mitgenommen werden?

Zuerst zum eigentlichen Utensil: dem Rucksack. Deuter kennt wohl jeder. Irgendwie so das MUST HAVE? Bei mir nicht, ich setze seit Jahren auf die Marke Gregory, wo mich sowohl Haltbarkeit als auch praktischer Nutzwert überzeugt haben. Ich bin da ein echtes Gewohnheitstier, was funktioniert, wird behalten. Ein Grauen, wenn Hersteller ihr Sortiment umstellen. So auch bei bei meinem Gregory Z25, den es inzwischen nicht mehr gibt und der vor allem bei Trekking, oder halt Tagestouren taugt. Bisher zeigt er noch keinerlei Ermüdungserscheinungen, nichts gerissen, nicht durchgescheuert…echt ein tolles Teil!

Das ist er, das gute Stück von Gregory. Verschleiß bisher: nix. Minimale Spuren durch Reibung, ansonsten noch immer im perfekten Zustand. Eine tolle Marke!

Übrigens: Links zu Amazon findet ihr am Ende dieses Artikels, ich wollte hier keine Amazon Werbelandschaft erschaffen – alles was verlinkt ist, wird auch von mir verwendet und ist markiert. Wer mir für die Mühe des Schreibens von diesem Artikel etwas Gutes tun möchte, kann darüber dann bei Amazon bestellen und mir (automatisch) paar Cent spenden. Danke :)

Worauf sollte ich bei einem Wanderrucksack achten?

Nun, ich kann hier nur meine Standpunkte anbringen:

  • ein bequemer Sitz mit optimaler Lastenverteilung auf der Hüfte und oben an der Brust (der kleine Gurt)
  • ein Metallrahmen, um den Rucksack stabil zu halten
  • Abstand zum Rücken für optimale Belüftung (ein nasser Rücken ist keine Freude)
  • ein hohes, großes Fach für Getränke

Mehrere kleine Fächer und Verstaumöglichkeiten sind praktisch, ich habe alles soweit bestückt um zu wissen (auch bei Dunkelheit) was wo zu finden ist. Dazu eine Ladung Imprägnierspray um auch kurzen Regenschauern zu trotzen -> fertig.

Immer mal eine Ladung Imprägnierspray drauf, trocknen lassen und weiter geht’s. Unverzichtbares Muss: Dekoration! In meinem Fall eine gefundene Feder :)

Verpflegung, Survival, Sicherheit, nützliche Tools, Medikamente

Nun also zum Inhalt. Sicherlich muss alles permanent mitgetragen werden. Ich finde aber: lieber 1 Kilogramm zuviel schleppen, als genau dieses oder jene Teil nicht dabei zu haben. Muss jeder selbst entscheiden, meine Erfahrungswerte müssen nicht für jeden taugen.

Zur Verpflegung – was muss mit, was kann daheim bleiben


Äußerst praktisch und bewährt: der Sawyer MINI Wasserfilter.

Um im Sommer als auch im Herbst oder Winter nicht Durst leiden zu müssen, habe ich IMMER mindestens 2 Liter Flüssigkeit dabei. Im Sommer sogar meist noch einen Liter mehr, wenn für den Wasserfilter unterwegs nichts zu finden ist. Das reicht für Touren zwischen 20-30 Kilometern. Optimal taugt mir Wasser mit Sprudel, dazu gibt es für den Genuss entweder eine Club Mate, oder etwas von Bionade. Falls es doch einmal eng wird mit dem Wasser, habe ich immer den Sawyer MINI Wasserfilter dabei. Das Teil funktioniert wie Dialyse-Geräte, nur wird seltener Blut, sondern doch eher Wasser per Drücken des Beutels durch den Filter gedrückt. Soll wohl über 99% der fiesen Sachen filtern, ob die restlichen dann extra fies sind – ich weiß es nicht. Aber da ich diesen Artikel schreiben kann würde ich sagen: alles gut ;)

Viel zu futtern muss nicht sein und negiert auch irgendwo einen Teil der positiven Effekte des Wanderns. Auf Touren bis 6 Stunden braucht es einige Stunden vorher eine gute Mahlzeit, Nudelprodukte liefern hier brauchbare Energie und werden nicht grundlos für die Power bei Marathon Läufen gern verwendet. Als Snack unterwegs nutze ich meist Sultaninen/Cranberrys/Bananenchips. Die treiben den Blutzuckerspiegel nicht bis Ultimo, geben Energie und sind sogar noch irgendwie gesund. Alle 2 Stunden eine kleine(!) Handvoll reicht mir.

Survival – für das bessere Gefühl unterwegs


Messer:

Wandern ohne Messer?! Auf keinen Fall! Ich würde mir irgendwie nackt vorkommen, Paranoia hin oder her – das muss einfach. Als Messer meiner Wahl setze ich auf die schwedische Marke Mora. Deren Light My Fire Funktionsmesser bietet gleich mehrere Vorteile: es ist leicht, sehr scharf, besitzt einen Magnesium Zündstahl und eine praktische Scheide aus Plastik mit Wasserablauf. Ach und günstig ist es extra noch, in dieser Preisklasse einfach sehr gut! Ist immer am Rucksack befestigt und gibt ein gutes Gefühl.

Als kleines Messerchen für alle Fälle, ist zudem das Victorinox Pioneer mit dabei. Ein Schweizer Taschenmesser mit den nützlichsten Funktionen und ebenfalls sehr leicht. Dieses hängt an einer Edelstahlkette im vorderen Fach des Rucksacks.

Jetzt greifen mir einige sicherlich an den Kopf, aber Qualität geht nun eben über so ziemlich einiges. Am Gürtel ist deswegen (außer wenn es echt heiß draußen ist) mein Fällkniven F1 Pilot Survival Knife mit dabei. Das übersteht mit seinem VG-10-Stahl auch das Spalten von Holz („Batoning“) und wird nicht grundlos vom schwedischen Militär eingesetzt. Lieber hier ein richtiges Messer, als so ein knick-knack-shit-kaputt Teil. Wer sich ebenfalls für das F1 interessiert sollte ganz genau hinschauen, denn es gibt leider sehr viele Plagiate im Netz. Das weiß ich, weil mir selber zuerst so ein Teil angedreht wurde, allerdings erkennt man am Schliff der Klinge, ob es sich um ein Fake handelt.

Regenponcho:

Bevor es auf Tour geht, checke ich immer per Regenradar und Blick gegen den Himmel, ob Regen wahrscheinlich ist. Praktisch ist auch ein Hygrometer vor Ort, geht die Luftfeuchte nach oben > mal lieber den Tatonka Regenponcho einpacken. Schirm hin oder her (den habe ich immer mit), aber bei Wind oder wenn es sogar stürmt, taugt der beste Schirm wenig. Und solche Festival Foliendinger taugen vielleicht einmalig, aber ökonomisch sind die weniger und mir auch zu empfindlich. Vorteil bei dem Tatonka ist auch, dass er für den Rucksack eine Ausbuchtung hat. Zum Einsatz kam der Poncho schon öfters als mir lieb ist. Die Hände werden zwar nass, die Füße und Schienbeine teils auch, aber das was wichtig ist und den Körper auskühlen lässt eben nicht.

Kompass:

In einer bekannten Umgebung tut ein Kompass nicht unbedingt Not, wer also mit seinem Rucksack eh nie weiter weg möchte…sollte sich natürlich trotzdem einen Kompass zulegen ;) Es ist einfach ungeheuer praktisch mal flott zu checken, in welche Richtung man sich begibt. Wer dazu mittels Wanderkarten unterwegs ist, für den ist dieses kleine Teil schon fast Pflicht. Ich nutze den Suunto Kompass Clipper, der ist winzig und mittels dem Clip an einer Schlaufe vom Rucksack immer griffbereit. Die Himmelsrichtung zeigt er zuverlässig an (gegenüber dem schrottigen „Silva Tropfen Kompass“) und selbst eine Runde in der Waschmaschine hat er problemlos überstanden.

Sicherheit – minimiere das persönliche Risiko


Reflektoren:

LED Armband links + rechts, plus jeweils zwei Reflektoren und die Schnapparmbänder (orange)

Die Dunkelheit kommt früher oder später immer und so dermaßen verpeilt und rücksichtslos(!) wie einige Verkehrsteilnehmer unterwegs sind, mache ich lieber auf Weihnachtsbaum, als über den Haufen gefahren zu werden. Einmal war das schon knapp, da hat mich zum Glück nur der linke Rückspiegel von so einem Bübchen auf der Landstraße mit mindestens 80 km/h geküsst. Den Großteil hat der Rucksack abgefangen, den Rest der Ellbogen und seit dem Moment, bin ich lieber maximal bunt.

Am Rucksack hängt per Kabelbinder ein Katzenauge Modell Helly BS 204. Wer sich diesen ebenfalls zulegen möchte: entfernt die Kette, die taugt leider gar nichts. Griffbereit in der seitlichen Hosentasche, habe ich zwei Schnappband-Reflektoren von Vedante in Orange. Die sind schnell um die Handgelenke geschnappt und wenn nicht mehr benötigt (Komfort), ebenso schnell entfernt.

Zum Schluss der Reflektion meine letzte Anschaffung: eine Weste mit 3M Scotchlite Streifen die zum Glück NICHT gelb ist ;) Sehr leicht, sehr kompakt, perfekt um Sie im Sommer trotz Wärme tragen zu können. Im Winter dann eben über der Jacke. Keine Batterie, keine Technik. Dafür kostet das Teil mit 17 Euro allerdings auch gut das dreifache von einer gelben KFZ-Weste. Aber…gelb…!

Lycra-Hemd aus China mit reflektierenden Scotchlite 3M-Einsätzen. Nicht günstig, aber auffällig. Betont besonders gut die Augenringe :lol:

LED-Armand:

Der Weihnachtsbaum von hinten, egal…dunkle Landstraße und so ;)

Das ist schon soweit ganz nett, funktioniert allerdings nicht, wenn der andere ohne Licht unterwegs ist. Deshalb gibt es noch LED-Armbänder. Einmal grün, einmal blau. Ich meine, dass solche ungewohnten Farben im Straßenverkehr deutlich besser auffallen, als die Farbe Rot.

Speziell wenn doch Landstraßen bei Dunkelheit genutzt werden müssen, bin ich einfach lieber schon aus Distanz sichtbar, als vielleicht beim nächsten Körperkontakt nicht nur den Spiegel im Kreuz zu haben. Am Rucksack hängt dazu noch ein kleines, rotes Sicherheitslicht von Osram. Das lass ich im Dunkel fast immer gleich blinken.

Musste ja passieren…bewegte Bilder, live und in bunt :P

 

Stirnlampe:

Last but not least die Beleuchtung, um selbst etwas zu sehen. Deswegen immer mit dabei ist die Stirnlampe LED Lenser H7R von Zweibrüder.  Diese hat Regen, Schnee und die Jahre klaglos überstanden. Das Licht ist mit einer Hand von Fernlicht zu einem kreisrunden Nahlicht einstellbar. Die Helligkeit lässt sich sehr schön variieren: wirklich richtig hell, oder um die Augen und die Akkus (ich verwende 3 Kraftmax Eneloop von Panasonic) zu schonen, sehr stark gedimmt.

Der LED-Kopf ist um 90° schwenkbar und passt sich so zahlreichen Einsatzmöglichkeiten an. Geladen wird per USB (Klinkenstecker!) oder daheim an der Steckdose. Inzwischen gibt es von der H7R auch einen Nachfolger, die LED Lenser H7R.2. Erkennbar ganz leicht an dem fehlenden, kleinen Hebelchen am Lampenkopf („Advanced Focus System“). Mit dem neuen Modell fehlt mir die Erfahrung, die kann genauso gut oder sogar besser sein – ich würde hier trotzdem lieber auf das zurückgreifen, was sich bewährt hat. Bei Ebay bieten einige Händler das ältere Modell noch als Neuware an.

Nützliche Tools – einfach ziemlich praktisch


Multi Tool:

Einige Dinge sind unscheinbar genial, so wie der NITE IZE DoohicKey. Ok, der Name ist gruselig, die Funktion zum Glück nicht. Das Teil ist klein, sehr leicht, dafür stabil und bietet gleich mehrere Funktionen: Flaschenöffner, Schraubendreher, Karabiner, Maulschlüssel und sicherlich noch andere Dinge, auf die ich bisher nicht gekommen bin. So genial wie günstig und dazu aus Edelstahl gefertigt.

Taschenlampe:

Ich habe die Taschenlampe jetzt nicht unter „Sicherheit“ aufgeführt, weil Sie eher Luxus als unbedingt notwendig ist. Dafür macht die Stirnlampe einfach zu gutes Licht. ABER: für den Fall der Fälle (selten, aber schon vorgekommen), dass der Stirnlampe doch der Saft ausgeht oder etwas mehr Licht gebraucht wird, habe ich von Zweibrüder die LED Lenser X7R im Rucksack. Die geht gerade noch so als kompakt durch, bietet dafür satte 500 Lumen. Also, nicht die 10-Euro-China-Super-Mega-Lampe-2000-Lumen, sondern tatsächlich Licht das taugt. Aufgeladen wird die X7R per USB mittels „Floating Charge System“. Ein Magnet der einfach hinten andockt. Funktioniert sehr gut, hier einige Vergleichsfotos:

Powerbank:

Ohne Powerbank geht leider gar nicht’s mehr. So schön die neuen Smartphones auch sind, aber wenn bei der Wanderung Runtastic + Komoot laufen und dazu noch hin und wieder ein Foto gemacht wird, geht meinem Sony Z3 nach gut 5 Stunden langsam der Saft aus. Und weil das regelmäßig passiert, stöpsel ich bei so verbliebenen 20% Akku Laufzeit die Anker PowerCore 5000 mAh an. Diese schafft es trotz der aktiven Apps nach und nach das Smartphone auf 100% aufzuladen. Echt cool. Für die eiserne Reserve schleppe ich zudem noch die Anker Astro E5 16000 mAh mit. Von letzterer gibt es auch schon wieder eine neue Version. Da sich bei den tragbaren Akkus aber bisher wenig getan hat, tut ein Wechsel nicht Not.

Fernglas:

Wieder so ein Teil, dass fast nie gebraucht wird. Warum schleppe ich es dann trotzdem mit? Naja, es ist kompakt, wiegt wenig und kann im Falle des Falles eine richtig klasse Erleichterung sein. Unbekanntes Gebiet, man will zu einem gewissen Punkt, ist sich allerdings nicht sicher ob die Richtung passt? Sofern man nicht gerade im Wald steht: durch das Fernglas schauen. Und da ich nicht immer neu packe, ist es nun eben mit dabei. Woher ich das Fernglas habe weiß ich gar nicht mehr, ist schon viele Jahre in meinem Besitz. Hersteller? Keine Ahnung. Eine Empfehlung kann ich daher nicht geben, nur einen Tipp, was sich auf meinem Amazon Wunschzettel befindet (Link wieder ganz unten).

Medikamente für den Wanderrucksack


Nicht um jetzt vollkommen auf Stoff durch die Gegend zu torkeln, aber es gibt so paar kleine Pillen, die einem unterwegs schon nützlich sein können. Mögliche Gebrechen lassen sich so bis zum Ende der Tour ganz gut abschwächen. Immer mit dabei ist deshalb ein Schmerzmittel, ich verwende hier gern Ibu-Lysin. Vom Inhalt die bewährte Kombi aus Ibuprofen und Lysinsalz, wirkt es gut bei Kopfschmerzen, als auch wenn es fies an anderer Stelle zwickt. Zweites Mittelchen meiner Wahl sind Coffeinum Tabletten. Also das reine Koffein, nur ohne den ganzen Blödsinn an Inhaltsstoffen von Red Bull & Co. Die Tabletten lassen sich teilen, eine halbe (=100 mg Koffein) entspricht ungefähr einem normalen Kaffee oder einem Energy Drink.

Nützlich sind Pflaster, wegen dem Regen an eine kleine wasserdichte Box denken! Solange es kein mega Cut ist, verwende ich von Hansaplast das Sprühpflaster. Das desinfiziert auch gleich noch die Wunde. Sehr viel mehr muss eigentlich nicht. Ob etwas gegen Durchfall unterwegs sein muss, sollte jeder selber entscheiden.

Alle von mir verwendeten Produkte bei Amazon/Ebay


Ausrüstung:

Verpflegung:

Survival:

Nützliche Tools:

Medikamente:

Hier nochmal meine ständigen Begleiter. Den Regenponcho hatte ich auf dem Foto vergessen, ansonsten sollte so ziemlich alles dabei sein.

Markus

Blogger, Naturfreund und einfach gern draußen - der ewige Widerspruch "Büro kontra Freiheit", das ist Markus ✿ シ

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Eine Antwort

  1. Philipp sagt:

    Fluchtrucksack? ;) Ziemlich üppig dein Gepäck, ich kenn das von mir allerdings auch ganz ähnlich. Es gibt so einige Wohlfühlsachen, mit denen man sich unterwegs einfach besser fühlt. Bei der Verpflegung setze ich aber dann doch auf die gute alte Stulle :D

    Viele Grüße, Philipp

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