Zu Fuß unterwegs – Meine Schritte Statistik 2020

Das Jahr 2020 ist vorbei, Zeit für eine Statistik. Der Schrittzähler zählt wie gehabt mit, einige Schuhe haben das Ende ihrer Nutzbarkeit erreicht. Trotz dem Auf und Ab des Jahres 2020, sieht die Bilanz ganz okay aus. Richtige Wanderungen über 20 km waren eher selten, dafür lief es sich konstant. In diesem Artikel gibt es die Zahl aller 12 Monate und warum ich seit Jahren nur gebrauchte Schuhe kaufe.

Der Mensch ist zum Laufen gebaut!

Lustigerweise laufen gefühlt die Menschen für meinen Geschmack viel zu wenig. Warum?! Faulheit? Liebste Antwort „keine Zeit“? Erklärungen und Ausreden kennt wohl jeder, wichtig ist Routine. Für mich persönlich brauche ich das Gefühl des Laufens, sonst fehlt am Ende des Tages etwas. Einiges fällt auf, so bin ich in den kühleren Monaten aktiver. Mit Kälte komme ich klar, mit Hitze weniger. Klettern die Temperaturen deutlich über 25 Grad, schwellen irgendwann die Füße an, die Effektivität nimmt ab. Ein Körper der nur mit Schwitzen und Abkühlung beschäftigt ist, funktioniert einfach schlechter. Meiner zumindest ;-)

Hier nun die Statistik des Schrittzählers, genutzt wurde dafür die ITO App für Android, die seit Jahren super funktioniert (Linktipp zur App im PlayStore).

4001 km sind es geworden, also umgerechnet jeden Tag knapp 11 km. Fast immer mit Rucksack (ohne ein sehr merkwürdiges Gefühl) und mit Flip, meinem zum Zeitpunkt des Artikels 9 1/2 jährigen Schäferhund Mischling.

Fast immer mit dabei: Flip, hier am großen Ribnitzer Moor bei Dierhagen an der Ostsee.

Schuhe gebraucht kaufen? Absolut!

Ich kaufe seit Jahren nur noch gebrauchte Schuhe meiner favorisierten Marken von Nike, Puma, Reebok. Seltener Adidas. Diesen Marken bleibe ich treu, nach dem Motto: keine Experimente! Was funktioniert, muss ich nicht ständig hinterfragen oder ultimativ optimieren. Das ist ein Prozess, vor allem erstmal zu merken, was funktioniert und was nicht. Außerdem stimmt bei den genannten Marken zu 99% die Länge der Schuhe und diese ist absolut wichtig! Ein halber Zentimeter zu wenig oder zu viel klingt nicht nach viel, am Fuß über viele Kilometer, machen Sie den Unterschied.

Gebrauchte Schuhe also, aber nicht verschlissen. Zu 99% werde ich bei eBay Kleinanzeigen fündig. Ohne Anforderungen geht es nicht, also vorher der Check zu den Schuhen:

  1. Ist die Sohle so gut wie neu?
  2. Lassen sich Verschleißerscheinungen erkennen, z.B. ob der Vorbesitzer den Schuh geweitet hat?
  3. Ist die Schrift auf der Lasche/Zunge ohne (zumindest bei den Nike) Abnutzungen?

Das war’s eigentlich schon. Vorteilhaft und für mich super: viele Menschen haben zu viele Schuhe, die teils nagelneu im Schrank liegen. Mein Fokus liegt auf den Nike Pegasus der Modelle 28 bis so 34 (hier in einer Übersicht dargestellt), gern als Trail Variante. Auch der Nike Air Zoom Structure ist ein sehr guter Schuh, der für viele Kilometer taugt. Neuere Varianten möchte ich nicht probieren, zumindest nicht so lange, wie der Bedarf an den älteren Modellen noch gut verfügbar ist. Das sind einfach sehr, sehr gute Schuhe und wie oben bereits geschrieben: was funktioniert und sich bewährt… ;-)

Außerdem kosten die neuen Modelle teils ab 120 Euro, meine „alten Latschen“ kaufe ich zwischen 20-40 Euro. Einen Ekel habe ich da längst nicht mehr, weil ich bei Klamotten auch 60-70% gebraucht kaufe. Es gibt eine gigantische Auswahl im Internet und so grün, fair, ökologisch korrekt ein Produkt auch hergestellt werden kann – es benötigt trotzdem Ressourcen, die weg sind. Wie gesagt ein Prozess, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Diese Laufschuhe haben 2020 ihre Verschleißgrenze erreicht

…oder wohl eher überschritten. Ich nutze Schuhe, bis Sie wirklich zerfallen und nicht mehr effektiv genutzt werden können. Bei Bedarf wird mit Kövulfix repariert, damit können nicht nur sich lösende Sohlen geklebt werden, es taugt bei Gore-Tex (also 2 Lagen im Schuh) auch zum Verschließen von Löchern. Sehr nützlich, wenn die eigentliche Gore-Tex Membran intakt ist, das äußere Textilgewebe aber bereits kleine Löcher aufweist.

Klar sehen diese Teile nicht mehr schön aus, Sie wurden eben benutzt bis zum Ende von dem, was sich die Macher wohl irgendwann erdacht haben. Und kein Schuh funktioniert neu gleich perfekt, bis das Feeling eintritt, wo man merkt, dass es funktioniert, müssen schon 100-200 km an Strecke gemacht werden. Ein weiterer Grund, warum ich hier selten vom bewährten Schema abweiche. Alle bisherigen Versuche, waren fast immer Reinfälle und das nützt nicht nur wenig, es verdirbt auch den Spaß am Laufen.

Der Nike Air Pegasus Trail Modell 29 – rechts mit Riss in der Mitte leider fertig, links neu-gebraucht geshoppt.

Ein weiteres Opfer meiner Latscherei, wurde dieses (glaube inzwischen dritte) Modell von Nike, der Zoom Structure als Auflage 20. Im Sommer ein top Schuh!

Zu dem Zeitpunkt, war der Nike Structure Zoom 20 so gut wie fertig, die Sohle löste sich an der Schuhspitze.

Momentan unterwegs bin ich mit einem Reebok TRAILGRIP RS 5.0, also ein GTX Trailschuh mit Gore-Tex Membran. Der Schuh brauchte seine Zeit, bis es passte zwischen uns. Sehr gut bei Matsch, wasserdicht, lässt damit auch keinen Sand durch, auch bei niedrigeren Temperaturen im Herbst gut, der Verschleiß ist allerdings gefühlt höher als bei Nike.

Mein erster Versuch mit Reebok, der RS 5 hat sehr guten Grip, aber verschleißt gefühlt recht schnell.

Nach inzwischen rund 3 Monaten und um 1000 km.

Das scheint mir langsam ein typisches Problem bei zwei Lagen mit Gore-Tex zu sein: der Schuh reißt am Fußballen ein. Hier wieder mit Kövulfix repariert.

Das Jahr 2020 und die Latscherei

Das vergangene Jahr 2020 lief recht konstant, trotz Lockdown in Sachsen. Weniger schimpfen, mehr bewegen und weniger Fett auf den Rippen sind doch Ziele, die realistisch sind. Und wenn sich das sowieso perfekt damit kombinieren lässt, wozu der Mensch eigentlich ideal taugt, dann Action! Routine ist wichtig, keine Scheu vor dem Wetter und als kleinen Motivationskick einen Schrittzähler, der schonungslos ehrliche eine Zahl präsentiert

Überlegungen unterwegs ergeben sich ganz von selbst, ich würde sogar sagen, dass es beim (entspannten!) Spazieren/Wandern/Latschen einfacher ist, seine Gedanken zu sortieren, als beim Sitzen am Tisch. Also dann, auf 2021 mit trotz aller Einschränkungen reichlich Kilometern!

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Markus

Blogger, Naturfreund und einfach gern draußen - der ewige Widerspruch "Büro kontra Freiheit", das ist Markus ✿ シ

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Eine Antwort

  1. Fred sagt:

    Hallo Markus!

    Schön zu lesen und die Kilometer können sich sehen lassen! Mein Favorit ist ebenfalls seit Jahren der Nike Pegasus in jeweils aktueller Variante.

    Viel Spaß weiterhin!
    Gruß Fred

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